Kaffee und Podcast. Tolle Kombination, oder?
Kaffee und Podcast. Tolle Kombination, oder?

Weniger ist mehr? Ein sorgenfreieres Setup für meinen Podcast

Die Stammhörer werden wissen, dass ich gerne eine Pause mit dem Podcast einlege. Meistens nutze ich dann die Zeit bevor es mit neuen Folgen losgeht um ein wenig das Setup zu optimieren. Sei es die Hardware oder, wie in diesem Jahr, die Seite über die alles ausgeliefert wird.

Überblick

Mein altes Setup

Die Domain mies.me habe ich seit ein paar Jahren bei einem Domainverwalter liegen und als der Podcast damals Gestalt annahm, wollte ich mir dort keinen Webspace kaufen. Ein Umzug zu einem rundum-sorglos-Anbieter kam auch nicht in Frage, da ich meine Domain lieber unabhängig verwalten wollte. Dummerweise habe ich ja viel mit IT am Hut und dachte mir: hole ich mir halt den passenden Server um WordPress zu hosten und speichere die Dateien schonmal in der AWS in einem S3 Bucket. Das kann man alles tun, ist aber nicht unbedingt kostenfrei und hier habe ich den 3. Schritt vor dem ersten gemacht.

Diese Lösung

  1. kostet mehr Geld als nötig. Unten beschreibe ich noch, wie das ganze auch günstiger geht.
  2. erfordert viel Wartungsaufwand, da ich die Seite und den Server pflegen muss
  3. bringt für die erhöhten Kosten und den höheren Aufwand wirklich überhaupt keinen Mehrwert, wenn das Ziel ist, einen Podcast zur Verfügung zu stellen

Alles in allem war das alles nicht wirklich angemessen, wenn man mit dem Podcasten startet. Ich könnte jetzt über Agilität und Overengineering schreiben aber ich denke ihr versteht, was ich sagen will.

Hinzu kam, dass ich kein Infrastrukturexperte bin und jeden Monat den Server, auf dem der Blog lief, durchstarten musste da irgendwas nicht richtig funktionierte.

Wo wollte ich hin?

Ganz ehrlich, auch jetzt braucht der Podcast kein spezielles Setup gleichzeitig bastel ich gerne und lerne dabei auch gerne neue Dinge kennen. Mein Ziel ist folgendes: Es soll möglichst wenig Aufwand sein einen Podcast zu veröffentlichen. Ich möchte eine Datei hochladen, die Beschreibung ergänzen und dann soll am Ende ein Feed für die Hörer dabei rausspringen. Gleichzeitig möchte ich wenig Aufwand mit Infrastruktur haben und auch wenig konfigurieren müssen. Denn, wenn wir ganz ehrlich sind, dann ist der Feed das interessante beim Podcast. So gut wie niemand hört Folgen auf meiner Seite direkt.

Meine Webseite baue ich gerne selber (mache ich jetzt seit ca 20 Jahren mehr oder weniger) und hier ist mir wichtig, das die Seite statisch gehostet und performant ausgeliefert wird (okay, ich wollte mit dem JAMStack ein Projekt online stellen).

Wie sieht die Lösung aus?

Gleich ein Disclaimer vorweg: ich würde mein Setup nicht jedem, der einen Podcast startet, ans Herz legen. Die günstigste Variante ist wahrscheinlich einen Hoster wie all-inkl (für diese Aussage werde ich nicht bezahlt. Ich habe hier bisher gute Erfahrungen gemacht) zu nehmen, dort ein WordPress installieren (das übernimmt All-inkl für Euch) und dann Podlove zu installieren. Damit kann man gut starten und hat später alle Möglichkeiten. Vor allem: es reicht für den Anfang und ist preiswert. Mein zweiter Podcast Schepp&Mies läuft so und ich würde das nicht so schnell ändern.

Die Lösung, für die ich ich mich jetzt entscheiden habe heißt Podigee und bietet alles (für mich) wesentliche um einen Podcast zu erzeugen: ich kann meinen Podcast veröffentlichen, er wird dort gehostet und ich sehe Statistiken. Für Euch fliegt dabei eine Feed-URL raus. Hinzu kommt, dass eine Webseite hier erzeugt wird, die mehr als ausreichend ist. Kostet Geld (€12 im Monat - weniger als meine alte Lösung) aber der Support ist gut und es funktioniert. Es gibt eine App dazu, mit der ich Folgen auch vom iPad oder iPhone aus veröffentlichen könnte.

Da mir die generierte Webseite nicht ausreicht, habe ich hier meine eigene Lösung gebaut: hierbei wird eine statische Webseite aus der Feed-URL erzeugt damit auch andere den Podcast finden können. Das klappt erstaunlich gut, ist performant und ich habe keinen Stress mit Infrastruktur. Gleichzeitig kann ich hier auch bloggen und mein Angebot je nach Bedarf anpassen.

In den nächsten Tagen und Wochen wollte ich diesen Blog nutzen und ein wenig darüber berichten, wie ich das angestellt habe. Im großen und ganzen erkläre ich Euch, wie man mit Eleventy und Netlify eine Webseite zu einem Podcast veröffentlichen kann.

Photo by Juja Han on Unsplash

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4 Likes

podigee Alltagsabenteuer Sandra Parsick Eleventy

2 Replies

Daniel Mies Daniel Mies
ja da kommt noch mehr. Finde ihr bietet da echt eine gute Lösung. Gerne weiter so :)
podigee podigee
Danke dafür Daniel, das freut uns sehr! 🤘

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