So in der Art sieht es bei Netlify wohl unter der Haube aus.
So in der Art sieht es bei Netlify wohl unter der Haube aus.

Mein Maschienenraum: Podigee und Netlify

Nachdem ich im letzten Artikel beschrieben habe, wie ich zu meinem aktuellen Setup gekommen bin, möchte ich jetzt darauf eingehen, wie ich das ganze umgesetzt habe. Dabei schauen wir uns erstmal alle beteiligten Dienstleister an bevor ich in zukünftigen Artikeln mehr ins Detail gehe.

Überblick

Mein "Backend": Podigee

Bisher habe ich hier ja auf WordPress und Podlove gesetzt. Was ich hier ändern wollte, war der Aufwand für Pflege und Wartung. Dafür konnte mein altes Setup nichts, sondern vielmehr wie ich es betrieben habe. Bei vielen anderen (größeren) Podcasts ist mir aufgefallen, dass man sich diesen Aufwand spart und auf eine fertige Lösung setzt. Für mich war hier Podigee das Mittel der Wahl und nach ein paar Tagen Evaluation habe ich keinen Grund gesehen, dass Abenteuer nicht zu wagen.

Migration: Von Podlove zu Podigee

Die Migration ist für den nutzer bei Podigee schnell erledigt: Man wählt in Podigee aus, dass man gerne einen bestehenden Podcast übernehmen möchte und nach wenigen Tagen ist der Podcast komplett verfügbar. Das hat jetzt mit dem alten Setup erstmal nichts zu tun und ist daher ein ganz entspannter Teil der Migration. Bei mir fehlten ein paar Metadaten (zB Kapitelmarken), was aber auch an meinem Feed oder meiner alten Konfiguration liegt. Ergebnis dieses ersten Schritts der Migration ist eine Feed-URL.

Im zweiten Schritt habe ich einen Redirect von meinem alten Feed auf den neuen eingerichtet. Dies war alles in Podlove konfigurierbar und wird hier beschrieben. Ab diesem Moment war für meine Hörer alles erledigt und soweit ich weiß hat dies auch niemand mitbekommen.

Arbeiten mit Podigee

Nach der Migration ist es an der Zeit, eine neue Folge in Podigee zu veröffentlichen. Hierzu bieten die Seite und die App einfache Formulare, die ich ausfüllen kann. Während ich bei Podlove noch Tools wie Auphonic (Tool um u.a. die Audioqualität der Folgen zu optimieren) selber konfigurieren musste, macht dies Podigee jetzt für mich. Nachteil: wenn ich dies konfigurieren wollte, müsste ich das größere Paket auswählen.

Insgesamt lässt sich Podigee hier gut bedienen und reicht für meine Zwecke voll aus. Ich könnte hier auch eine fertige Webseite nutzen und hätte dann auch damit nichts am Hut. Hier wollte ich aber selber die Kontrolle behalten und Podigee somit lediglich als Backend für meine Seite nutzen.

Hosting bei Netlify

Diese Seite wird statisch mit 11ty generiert, was mit der Schepp in unserem Podcast empfohlen hat. In der Folge wird auch viel von dem beschrieben, was ich hier getan habe.

Die statische Webseite lasse ich von Netlify hosten. Bei meinem Traffic kann ich den Service kostenlos nutzen und habe auch hier keinen Stress mit Servern oder ähnlichem. Das ist auch der entscheidende Vorteil: bei statischen Webseiten gibt es keine "moving parts", nichts, was mit einem Backend interagiert oder von mir gewartet werden muss. Die Seite ist einfaches HTML mit so gut wie keinem JavaScript. Der Vorteil ist ein top Lighthouse Score und für die Besucher eine schnelle Seite.

Da die Seite statisch aus dem Feed generiert wird muss ich hier auch kein weiteres CMS pflegen. Wenn ich einen Blogbeitrag schreibe mache ich dies in einer Markdown Datei, pushe diese dann zu GitHub und Netlify baut daraus die fertige Seite und liefert diese aus.

So, das war es jetzt auch mit dem eher konzeptionellen Überblick. Im nächsten Teil sehen wir uns an, wie man mit 11ty arbeiten kann und eine Webseite bei Netlify deployen kann.

Photo by Taton Moïse on Unsplash

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